{"id":711,"date":"2026-01-12T09:17:36","date_gmt":"2026-01-12T08:17:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ichmachwort.de\/?page_id=711"},"modified":"2026-01-19T10:38:32","modified_gmt":"2026-01-19T09:38:32","slug":"sprueche-zum-tag","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.ichmachwort.de\/?page_id=711","title":{"rendered":"Aphorismen"},"content":{"rendered":"<p>Kitsch kenne ich. Kunst kennt mich.<\/p>\n<p>Wahre Freiheit hat keine Angst vor der Zukunft, weil sie wei\u00df, dass es die noch nicht gibt.<\/p>\n<p>Nostalgie ist passive Sterbehilfe.<\/p>\n<p>Ich bin wertvoll f\u00fcr mich, weil ich aufgeh\u00f6rt habe, mich selbst zu zerst\u00f6ren; denn ich will lebend sterben und nicht sterbend leben. Daf\u00fcr liebe ich mich.<\/p>\n<p>Wer Liebe gibt, hat nichts zu nehmen. Wer Liebe nimmt, hat nichts zu geben.<\/p>\n<p>Unser Herz wei\u00df mehr als wir. Aber wir m\u00fcssen seine Sprache erst lernen.<\/p>\n<p>Liebe ist blutiger Krieg, wenn sie mit Egoismus verwechselt wird.<\/p>\n<p>Wahrheit ist immer das, was du f\u00fchlst, nicht das, was du f\u00fchlen willst.<\/p>\n<p>Wenn ein Vogel mir in die Nase schei\u00dft, rieche ich das Lachen wahrer Freiheit.<\/p>\n<p>H\u00f6r auf, in deiner Fantasie etwas erkennen zu wollen &#8211; lass sie einfach nur sehen.<\/p>\n<p>Das Wesen missverstandener Liebe \u2013 wer eine Frage nicht h\u00f6rt, muss auch nicht antworten.<\/p>\n<p>Viele Kriege g\u00e4be es nicht, wenn es keine Rachelust im Menschen geben w\u00fcrde &#8211; oder &#8211; ohne Rachelust im Menschen g\u00e4be es keine Kriege &#8211; also h\u00e4tte es nie einen ersten gegeben, weil es nie eine erste Rachelust gegeben h\u00e4tte und damit auch keinen ersten Angriff. <\/p>\n<p>Du kannst werden, was du bist, wenn du tust, was du f\u00fcr dich siehst.<\/p>\n<p>Wahrheit ist das, was du nicht denken kannst, ohne es zuvor gef\u00fchlt zu haben.<\/p>\n<p>Ich denke, was ich f\u00fchle, also bin ich.<\/p>\n<p>G\u00e4be es tats\u00e4chlich Liebe unter den Menschen, h\u00e4tten wir heute kein Rentenproblem.<\/p>\n<p>Was soll ich noch sagen, wo alles gesagt scheint und jeder glaubt, alles zu wissen, und letztlich niemand mehr zuh\u00f6rt im allgemeinen L\u00e4rm vieler Worte? Ich lehne mich zur\u00fcck in der Zeit und genie\u00dfe heiter die Menschen bei dem, was sie tats\u00e4chlich tun. Das sagt mehr als das stete Aufsch\u00fctten von Bergen aus wortreichen L\u00fcgen.<\/p>\n<p>Entt\u00e4uschung \u2013 meine Erinnerung an dich ist ein Flugzeug, das wenige Minuten nach dem Start explodiert. Jeden Morgen nach dem Erwachen bewegt es sich auf die Rollbahn. Die Katastrophe erz\u00e4hlt meinem Vergessen, was es nicht vergessen kann. Und das Blut meiner Trauer f\u00e4rbt die Luft schon fr\u00fch zum Abendrot.<\/p>\n<p>Die Tr\u00e4ume, an die du dich nicht erinnerst, erz\u00e4hlen den Tr\u00e4umen, die du nicht vergessen willst, die Tr\u00e4ume, an die du dich nicht erinnern willst, die du aber nicht vergessen kannst.<\/p>\n<p>Meine Tage sind wie die Tasten eines Klaviers. Jeder klingt anders. Und ich kann sie nicht spielen, weil ich erst wei\u00df, wie ein Tag klingt, wenn er zu Ende ist. Deshalb bewundere ich die, die Klavierspielen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich liebe es manchmal, wenn die Menschen mich f\u00fcr einen Idioten halten. Dann habe ich meine Ruhe und bin darin tats\u00e4chlich frei.<\/p>\n<p>Manchmal scheinen die Fr\u00fcchte des Gl\u00fccks unerreichbar. Nicht f\u00fcr die Weisheit. Ihr grinsen zeigt, dass sie erfahren hat \u2013 wahres Gl\u00fcck kann niemand besitzen. Es ist die Luft zwischen uns.<\/p>\n<p>Der Trinker ers\u00e4uft beim Tr\u00e4umen. Er kann nicht schwimmen im Leben.<\/p>\n<p>Manchmal durchtobe ich das Labyrinth eines Gef\u00fchls in mir. Ich wei\u00df nicht, wo es herkommt. Ich wei\u00df nicht, was es will. Ich wei\u00df nicht, wo es endet. Aber ich wei\u00df, dass es da ist. Und es riecht nach dir.<\/p>\n<p>Erst wenn ich ein bestimmtes Bed\u00fcrfnis zu und an einem Menschen habe, wird dieser Mensch f\u00fcr mich interessant. Zuvor nehme ich ihn wahrscheinlich gar nicht wahr &#8211; was und wer er ist als Mensch. Befriedigung meiner Bed\u00fcrfnisse &#8211; was steht dar\u00fcber?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kitsch kenne ich. Kunst kennt mich. Wahre Freiheit hat keine Angst vor der Zukunft, weil sie wei\u00df, dass es die noch nicht gibt. Nostalgie ist passive Sterbehilfe. Ich bin wertvoll f\u00fcr mich, weil ich aufgeh\u00f6rt habe, mich selbst zu zerst\u00f6ren; denn ich will lebend sterben und nicht sterbend leben. Daf\u00fcr liebe ich mich. 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